Daten teilen, Gemeinwohl stärken: Daten-Altruismus in der Praxis gemeinsam gestalten

Datum6. November 2025
Uhrzeit13:30 bis 16:30 Uhr
FormatDigital (MS Teams)

Anliegen und Aufgabenstellung

Daten-Altruismus kann ein Baustein sein, um datenbasierte Entscheidungen gemeinwohlorientiert und partizipativ zu gestalten – gerade auf kommunaler Ebene, wo Bürger:innennähe und Vertrauen entscheidend sind. Viele gesellschaftliche Herausforderungen, wie nachhaltige Mobilität, soziale Teilhabe oder Umweltmonitoring, lassen sich so praxisnah adressieren. Doch damit das gelingt, braucht es ein gemeinsames Verständnis, geeignete Rahmenbedingungen und vor allem Akzeptanz in der Bevölkerung.   

Im Workshop wird gemeinsam erarbeitet, was Daten-Altruismus bedeutet und wie dieses Konzept in der Praxis sinnvoll angewendet werden kann. Konkrete Anwendungsfelder werden identifiziert, bei denen freiwillig geteilte Daten dem Gemeinwohl dienen – etwa in Bereichen wie Mobilität oder Umwelt – und welche Datenlücken vorliegen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage, wie Bürger:innen für das Teilen von Daten gewonnen werden können, ohne dass Vertrauen in staatliches Handeln oder Datenschutz leiden. Ziel ist es, kommunale Handlungsräume auszuloten und gemeinsam Ideen für eine praxisnahe und akzeptierte Umsetzung zu entwickeln. Der Workshop bietet die Möglichkeit, strategisch und praxisnah zu erarbeiten, wie Kommunen diesen Weg gestalten können – im Dialog mit Verwaltung, Zivilgesellschaft und Datengeber:innen.   

Referentinnen

Tizia Grether ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung »Smart City Design« am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern. Arbeitsschwerpunkte bilden die fachliche Begleitung von Kommunen bei der Entwicklung verschiedener digitaler Lösungen, Requirements Engineering und Forschung zu Smart-City-bezogenen Themen wie digitale Partizipation und KI in der Smart City. Tizia Grether studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften (B.A) an der TU Darmstadt sowie Ästhetik (M.A.) in Frankfurt am Main. LinkedIn

Nina Müller ist als Smart City Engineer am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern tätig. Hier arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Softwareengineering und Anwendungsfeldern in Städten, Regionen und Gemeinden. Dabei beschäftigt sie sich vor allem mit Urbanen digitalen Zwillingen, als Lead des Forschungsteam UDZ sowie dem sinnvollen Einsatz von KI in Kommunen. Hier ist sie auch als Sprecherin des AK „KI in Kommunen“ beim NEGZ aktiv.