Jenseits der Sektorgrenzen: Ko-kreative Digitalisierung sozialer Dienste 

Datum6. November 2025
Uhrzeit09:30 bis 12:30 Uhr
FormatDigital (MS Teams)

Anliegen und Aufgabenstellung

Im Feld sozialer Dienste entstehen derzeit zahlreiche digitale Lösungen – jedoch meist isoliert innerhalb einzelner Sektoren. Öffentliche Träger und Wohlfahrtsverbände verfolgen eigene Digitalstrategien, oft ohne aufeinander abgestimmte Schnittstellen, Standards oder gemeinsame Zielbilder. Das führt zu Medienbrüchen, Redundanzen und einer unzureichenden Einbindung vulnerabler Gruppen. Um das Potenzial digitaler Technologien für mehr Teilhabe, Effizienz und soziale Gerechtigkeit besser zu nutzen, braucht es ko-kreative und strukturell abgestimmte Prozesse.  

Der Workshop adressiert eine zentrale Leerstelle der aktuellen Digitalpolitik im Sozialbereich: das institutionalisierte Miteinander unterschiedlicher Akteursgruppen – von der Entwicklung digitaler Lösungen bis hin zu ihrer Implementierung. Gemeinsam diskutieren die Workshop-Teilnehmer:innen, wie neue Kooperationsformen zwischen öffentlicher Verwaltung, Freier Wohlfahrtspflege, Interessenvertretungen und Wissenschaft etabliert werden können. Ziel dabei ist es, digitale Lösungen im Bereich sozialer Dienste sektorenübergreifend, partizipativ und nutzer:innenzentriert zu gestalten. Darüber hinaus werden mögliche Kooperationsmodelle und Governance-Ansätze für partizipative Entwicklungs- und Implementierungsprozesse erarbeitet.  

Referentinnen

Tanja Klenk ist Professorin für Verwaltungswissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg und Mitglied des DIFIS Issue Networks Soziale Dienste & Digitalität. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Fragen des organisationalen und institutionellen Wandels im öffentlichen Sektor, insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung. Wie können Innovationen im öffentlichen Sektor gelingen? 

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Dr. Doris Allhutter ist Senior Scientist am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und lehrt an den Universitäten Wien und Linz. Sie forscht zu Automatisierung im Sozialstaat und beschäftigt sich mit Frage, wie Digitalisierung, Algorithmen und KI soziale Ungleichheitsverhältnisse miterzeugen. Sie ist Mitglied des DIFIS Issue Networks Soziale Dienste & Digitalität und des Fachbeirats Ethik der Künstlichen Intelligenz der Österreichischen UNESCO Kommission.

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