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 ngsleistungen/
SUMMARY:Automatisierte Verwaltungsleistungen – Präventive Maßnahmen\, u
 m Risiken und Diskriminierungen vorzubeugen und Vertrauen zu schaffen
DESCRIPTION:Anliegen und Aufgabenstellung\nFür ein funktionierendes Gemein
 wesen braucht es eine kompetente\, faire\, leistungsfähige\, verlässlich
 e und damit vertrauenswürdige Verwaltung. Die  Digitalisierung und Autom
 atisierung von Verwaltungen und ihren Leistungen müssen so um- und einges
 etzt werden\, dass sie diesen Erwartungen gerecht wird. Denn Behörden tra
 gen eine besondere Verantwortung den Menschen gegenüber\, die von automat
 isierten Entscheidungen betroffen sind. Auch wenn automatisierte Entscheid
 ungssysteme (kurz: ADM-Systeme) Verwaltungsabläufe effizienter gestalten 
 können\, birgt ihr Einsatz mitunter Risiken. So können ADM-Systeme falsc
 he oder unfaire Entscheidungen treffen. Insbesondere wenn ein ADM-System d
 ie Existenz und die Grundrechte von Menschen betrifft\, wie zum Beispiel b
 ei der automatisierten Berechnung von Sozialleistungen oder bei der Beurte
 ilung von Kindesgefährdungen\, muss daher sichergestellt sein\, dass Risi
 ken minimiert werden.\n\nIn diesem Workshop integrieren wir zwei Perspekti
 ven auf eine gemeinwohlorientierte Automatisierung von Verwaltungsleistung
 en\, die versucht Risiken zu minimieren und Vertrauen zu schaffen: \n\n 	
  Am Beispiel von Automatisierungsprozessen in der Berliner Verwaltung wird
  erstens verdeutlicht\, wie Risikominimierung „by design“ aussehen kan
 n\, z.B. über eine diskriminierungs-sensible und diversitygerechte Progra
 mmierung sowie über eine gute Auswahl von Trainingsdaten. Ebenso sollte a
 ls Standard festgelegt werden\, dass neue\, algorithmenbasierte Anwendunge
 n im Reallabor erprobt werden\, bevor sie zum Einsatz kommen. Denn aktuell
  nimmt der Einsatz von algorithmenbasierten Anwendungen bzw. ADM deutlich 
 zu\, ohne dass die Programmierung oder Funktionalität der Systeme bekannt
  sind. Hieraus folgen Diskriminierungsrisiken\, denen vorgebeugt werden so
 llte.\n\n\n 	 Zweitens stellen wir ein von AlgorithmWatch entwickeltes Imp
 act Assessment Tool vor\, das Behörden nutzen können\, um eben solche Ri
 siken von ADM-Systemen vor der Implementierung\, aber auch während ihres 
 gesamten Lebenszyklus abzuschätzen und zu minimieren. Eine solche Folgena
 bschätzung mit Blick auf ADM-Systeme dient dazu\, Systeme von vorn herein
  so zu gestalten\, dass unnötige Risiken und Fehler vermieden werden\, di
 e sonst aufwändig korrigiert werden müssten.\n\nIm Workshop möchten wir
  diese beiden Ansätze als Ausgangspunkt dafür nehmen\, gemeinsam zu übe
 rlegen\, wie Folgenabschätzungen in der Verwaltung eingesetzt werden kön
 nen: Wie können sie in bestehende Abläufe der Verwaltung integriert werd
 en\, welche technischen\, juristischen und vergaberelevanten Kriterien spi
 elen eine Rolle\, welche Fragen müssen beantwortet werden? Vor allem aber
 : Wie können sie dabei helfen\, die Entwicklung neuer Systeme von vorn he
 rein zu verbessern? \n\nDieser Workshop vereint fachliche Inputs\, Diskus
 sionen und konkrete Anwendungsbeispiele zu der Frage\, wie ADM-Systeme in 
 der Verwaltung gemeinwohlorientiert eingesetzt werden können. Dafür komb
 iniert er interne Perspektiven aus der Verwaltung\, von Betroffenen und au
 s wissenschaftlichen Begleitprojekten. Neben der Vorstellung praktischer I
 nstrumente bietet der Workshop daher ebenso Raum für Diskussion über pol
 itische sowie verwaltungsinterne Voraussetzungen und Herausforderungen. \
 nReferent:innen\n\n\nDr. Anne Mollen (AlgorithWatch)\nAls Senior Policy &a
 mp\; Advocacy Manager widmet sich Anne bei AlgorithmWatch schwerpunktmäß
 ig den Bereichen ADM und Nachhaltigkeit\, ADM am Arbeitsplatz sowie
  ADM im öffentlichen Sektor – Letzteres mit einem Fokus auf unsere 
 Arbeit auf deutscher Ebene. Sie hat an der Universität Bremen zu Technolo
 gien und Medienpraktiken in zunehmend digitalen Demokratien promoviert und
  in verschiedenen Projekten zum Zusammenhang von digitalen Medientechnolog
 ien\, Gesellschaft und Demokratie geforscht.Twitter @AnMollen\n\nMatthias 
 Spielkamp (AlgorithWatch)\n\n\n\nMatthias ist als Mitgründer und Geschäf
 tsführer von AlgorithmWatch maßgeblich dafür verantwortlich\, dass die 
 NGO mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet wurde und für einen
  Grimme Online Award nominiert war. Er ist Mitglied der Initiative G
 lobal Partnership on Artificial Intelligence (GPAI)\, Vorstandsmitglied 
 bei Reporter ohne Grenzen\, Mitglied des Kuratoriums von Stiftung Ware
 ntest\, im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und im Fachausschuss Kom
 munikation/Information der Deutschen UNESCO-Kommission. Matthias war Sac
 hverständiger in Anhörungen des Europarats\, des EU-Parlaments und des B
 undestags. Er ist Herausgeber der Automating Society Reports und Autor
  von Büchern zu Algorithmen\, KI und Automatisierung\, zur Zukunft des Jo
 urnalismus und des Urheberrechts sowie zur Internet Governance. Seine jour
 nalistischen Beiträge sind in MIT Technology Review\, Die Zeit oder
  auch brand eins erschienen.Twitter @spielkamp Nina Bewig (Land Berli
 n)\n\n\nSenatsverwaltung für Justiz\, Vielfalt und Antidiskriminierung\, 
 Land Berlin\n\n
CATEGORIES:PIAZZA 2022,Workshop
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